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Kneippmethode

Ziel der Kneippmethode ist es, den Organismus zu stärken und die Selbstheilungskräfte des Körpers zu aktivieren, um so Beschwerden zu lindern, aber auch Krankheiten vorzubeugen. Dafür werden möglichst einfache und natürliche Mittel und Reize eingesetzt. Die Kneipptherapie stützt sich auf fünf Säulen, welche sich gegenseitig ergänzen:

  • Hydrotherapie
  • Phytotherapie
  • Ernährungstherapie
  • Bewegungstherapie
  • Ordnungstherapie


Hydrotherapie
Der Begriff leitet sich aus dem altgriechischen „hydor“ = Wasser ab. Sie ist die methodische Anwendung zur Vorbeugung, zur Abhärtung, zur Rehabilitation, zur Regeneration und zur Behandlung akuter und chronischer Beschwerden.
Die Hydrotherapie ist Teil der „klassischen” Naturheilkunde. Dabei wird vor allem der Temperaturreiz des Wassers genutzt. Verwendet wird kaltes, temperiertes und warmes Wasser, sowie Dampf.
Die Anwendung kalten Wassers bewirkt zunächst eine lokale Verengung der Hautgefäße, sodann eine Gefäßerweiterung mit reaktiver Erwärmung. Angenommen wird eine analgetische und antiphlogistische Wirkung bei akuten Entzündungsprozessen. Weitere Folge sind eine generelle Atem – und Kreislaufanregung. Bei der Anwendung von warmem Wasser kommt es nur zur Erweiterung der Hautgefäße und dadurch zu einer verstärkten Durchblutung der Muskulatur.
Über die Haut kann unser Körper Reize und Stoffe aufnehmen, diese an Nerven und innere Organe weiterleiten. Die verschiedenen Kneippanwendungen wie Waschungen, Güsse, Wickel und Bäder stärken den gesamten Organismus und verbessern die Tätigkeit des Körpers, um die fehlgesteuerten Regulationsmechanismen wieder in den Griff zu bekommen.

Phytotherapie = Pflanzenheilkunde
So nennt sich jener Zweig der Naturheilkunde, der sich mit der gesundheitsfördernden Wirkung durch Heilpflanzen beschäftigt. Im Sinne der klassischen Naturheilkunde versteht man unter Phytotherapie die Behandlung mit Pflanzen und Pflanzenteilen und den daraus hergestellten Zubereitungen.
Schon die Mutter von Sebastian Kneipp war im Ort als Kräuterweiblein bekannt. Kneipp selbst sagt: „jedem Leiden ist ein Kraut gewachsen“.
Im Rahmen der Kneippkur werden Heilkräuter als Zusätze bei Auflagen, im Heusack, in den kalten Wickeln, als Öl-Zusatz in den verschiedenen Bädern, Inhalationen, Salben, in der Sauna und in den Kräutertees verwendet. Dabei entfalten sie ihre Wirkung über Haut, Atemwege und Schleimhäute.

Ernährungstherapie
Eine ausgewogene Ernährung bildet den Grundstein für ein gesundes und aktives Leben.
Sie dient in erster Linie der Vorbeugung, kann aber auch zur Heilung beitragen. Nach Kneipp zu essen, bedeutet bewusst zu essen. Seinem ganzheitlichen Ansatz folgend, ging es ihm nicht um strenge Diäten, um Gebote und Verbote, sondern um den ausgewogenen Genuss von gehaltvollen und möglichst natürlichen Lebensmitteln. Vollkornbrot in Verbindung mit Gemüse und Frischmilch ist für ihn vollwertig und beinhaltet alle notwendigen Stoffe. „Mehlspeisen von echtem rauem Bauernmehl, Gemüse und Milch, das sind Artikel, die den Namen Kost verdienen“.
Die von Kneipp gelobte "einfache, nahrhafte Kost" steht somit in perfektem Einklang mit den heutigen Erkenntnissen der modernen Ernährungslehre: einfach, vollwertig, natur belassen, frisch und unverfälscht. Empfohlen wird eine vollwertige Mischkost mit viel Obst, Gemüse, Getreide- und Milchprodukten, nach dem Motto: „Mehr von der Pflanze, weniger vom Tier“.

Bewegungstherapie
Sebastian Kneipp: „Untätigkeit schwächt, Übung stärkt, Überlastung schadet.“
Wer die Bewegungstherapie im kneippschen Sinne anwenden möchte, muss kein Athlet sein. Auch in den Alltag integrierte Bewegung und gemäßigte Sportarten steigern das Wohlbefinden nachhaltig und stärken die Körperkräfte. Dabei sollten stets Herz und Kreislauf, Atmung, Stütz- und Bewegungsapparat geschult werden. Körperliche Aktivität im Wechsel mit Ruhepausen stärkt Herz und Kreislauf ist dazu entspannend.
Je nach Zustand des Einzelnen ist täglich aktive Bewegung wie Spazierengehen, Gymnastik, Schwimmen, Radfahren oder passive Bewegung (mit dem Therapeuten in Form von Physiotherapie) erforderlich.

Ordnungstherapie
Die Ordnungstherapie beinhaltet laut der kneippschen Lehre:
  • die sinnvolle Nutzung von Licht, Luft und Wasser
  • den ausgewogenen Wechsel von Bewegung und Ruhe
  • den maßvollen und klugen Gebrauch von Speise und Trank
  • den richtigen Rhythmus von Wachen und Schlafen
  • die Regulierung des Stoffwechsels

Außerdem beinhaltet dieser Lebensstil die Vermeidung von zu vielen Reizen, Genussgiften oder Risikofaktoren. Ebenso wichtig ist das seelische Gleichgewicht, welches durch Religiosität, sowie durch Entspannungstechniken wie Meditation, Atemtherapie, Yoga oder autogenem Training erreicht werden kann. Dazu gehört auch ein harmonisches Zusammenleben in der Familie und der Gemeinschaft.

Die Kneippmethode finden Sie im individuellen Therapieprogramm oder in unseren speziellen Gesundheitsprogrammen.
 
 
Privatklinik Dr. von Guggenberg
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